Blog – RV92 Schweinfurt

125 Jahre Radsport in Schweinfurt

Pedelecs · neue Sportgeräte für die RV 92 Schweinfurt

Montag 16. Mai 2011 von Hannes H.M. Endress

Frisch eingetroffen sind die niegelnagelneuen Pedelecs. Gerade einmal zwei Monate sind vergangen, seitdem die Ordentliche Mitgliederversammlung die Anschaffung der beiden Elektroräder beschlossen hat.

Was aber genau ist denn nun ein Pedelec? Vielen ist der Begriff Elektrofahrrad bestimmt schon untergekommen, aber Elektrofahrrad ist nicht gleich Elektrofahrrad. Bei einem Pedelec (Pedal Electric Vehicle) handelt es sich um ein Fahrrad mit elektronisch-mechanischer Tretkraftunterstützung. Diese besteht aus einem relativ großen und schweren Akku und einem kleinen Elektromotor. Beides kann je nach Modell und Hersteller unterschiedlich am Fahrrad verbaut sein. Grundlegend ist bei allen Pedelecs allerdings die Tatsache, daß die unterstützende Leistung durch den Motor nur abgerufen werden kann, wenn auch getreten wird. Bei den Modellen, die der Verein beschafft hat, handelt es sich um Räder, bei der die Unterstützung nur bis zu einer Geschwindigkeit vom 25 km/h erfolgt.

Warum nur bis zu 25 km/h? Die Frage läßt sich genau so leicht wie kurz beantworten. Hier kommen versicherungstechnische Gründe zum tragen. Wird ein Fahrrad über eine Geschwindigkeit von 25 km/h hinaus von einem Motor unterstützt, so unterliegt das Gefährt der Versicherungspflicht. In diesem Falle wäre dann ein Nummernschild anzubringen, wodurch wiederum zusätzliche Kosten entstehen. Ein weiterer Grund, warum sich der Verein für die „leichte“ Variante entschieden hat, ist, daß die Pedelecs zum Tourenfahren und nicht für den Rennsport genutzt werden sollen (Achtung vor mechanischem Doping!).

Mit den Pedelecs möchte der Verein vor allem den Mitgliedern, die sich aus verschiedenen Gründen die teils langen und anspruchsvollen Radtouren mit einem konventionellen Rad nicht mehr zutrauen, die Möglichkeit bieten, wieder an den sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.

Heute bot sich mir die Möglichkeit einer Testfahrt. Wer nun denkt, aufsteigen, einmal treten und ab geht die Post, der liegt falsch. Ein Pedelec ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Bei dem getesteten Rad handelte es sich um eine Damenversion (eine Herrenversion wurde ebenfalls angeschafft). Bei beiden Rädern ist der Akku unter dem Gepäckträger angebracht. Dadurch ergibt sich für einen Erstfahrer ein etwas ungewohnter Schwerpunkt, der bei der Damenversion aufgrund des relativ hohen Akkugewichtes und des fehlenden Querholms auf den ersten Metern zu einem leichten Instabilitätsgefühl führen kann. Dieses geht aber mit jedem Meter mehr und mehr zurück. Wie wirkt sich aber nun die unterstützende Leistung des Motors aus? Phänomenal! Die Intensität kann in mehreren Stufen reguliert werden. Da ich ja die Leistungsfähigkeit testen wollte, wählte ich hierzu die höchste Kraftunterstützung. Nach der ersten Pedalumdrehung erfuhr ich eine zusätzliche Beschleunigung, die sich mit der Lachgaseinspritzung bei getunten Autos vergleichen läßt. Auch die Anschließende Bergfahrt war ohne Probleme und ohne größere Anstrengung in einem relativ hohen Gang mit gut 23 km/h zu bewältigen.

Ein besonderes Augenmerk ist bei einem Pedelec auf die Wartung zu legen, vor allen Dingen ist hier auf den Akku zu achten. Aber alles halb so wild. Beim kauf erhält man im guten Fachgeschäft eine detaillierte Einweisung zur Akkupflege und was sonst noch beim Ladezustand zu beachten ist.

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